Testament/Willensvollstrecker

Ein Testament (lat. testamentum) ist eine Verfügung von Todes wegen, also eine Regelung für den Erbfall. Oft wird das Testament auch als letztwillige Verfügung bezeichnet.

Nach Schweizer Recht sind für die Erstellung des Testamentes wie auch für die Erbverteilung strenge Regeln gesetzt. So muss z. Bsp. das Testament komplett von Hand geschrieben werden oder durch eine zugelassene Urkundsperson im Beisein von zwei Zeugen unterzeichnet werden. Im weiteren ist der gesestzliche Pflichtteil zu beachten, für Enterbungen sind in der Schweiz die Hürden sehr hoch.

Das Testament sorgt dafür, dass Ihre Wünsche nach Ihrem Tod verwirklicht werden. So kann der Erblasser die Freie Quote auch an Bedingungen knüpfen.

 

Wir als Willensvollstrecker 

Auch wenn im Testament alles klar geregelt ist, ist die Erbteilung für viele Familien sehr emotional und anspruchsvoll.

Wir als offizieller Willensvollstrecker unterstehen der behördlichen Aufsicht und nehmen als Rechtsvertreter des Erblassers seine Interessen wie auch seinen letzten Willen war.

Dabei sind unsere Aufgaben:

 
 a)
 
Einholung der Todesurkunde, Einreichung Testament/Erbvertrag, Bestandsaufnahme der Aktiven und Passiven unter Berücksichtigung des Eigengutes und der Errungenschaft, Erste Erbenversammlung,...
 
 
 
 
 
 b)
 
Eröffnung des Testamentes, Vorbereitung des Inventars, Korrespondenz unter anderem mit AHV, PK, Banken, Versicherungen, Steuerinventar, Erstellung der Steuererklärung per Todestag,...
 
 
 
 
 
 c)
 
Wenn nötig Erbschaftssteuerverfahren, Ausarbeitung der Erbteilung, Erstellung der Nachlassbuchhaltung, Teilungsvorschlag, Erbverteilungsvertrag,...
 
 
 
 
 
 d)
 
Umsetzung der Erbteilung, Saldierung der Konten, Umschreibung/Handänderung der Liegenschaften, Schlussbericht, Schlussbesprechung,...

 

Als Willensvollstrecker sorgen wir dafür, dass Ihr Nachlass entsprechend Ihren Wünschen verwaltet und aufgeteilt wird.

 
 
 
 
 
 
 
 

Glossar

Erben: Die gesetzlichen Nachfolger des verstorbenen Erblassers. Als Inhaber aller Aktiven und Passiven des Nachlasses obliegen ihnen die Erbteilung und das Ausrichten der Legate, falls kein Willensvollstrecker eingesetzt wurde. Erben können natürliche oder juristische Personen sein.

Erbengemeinschaft: Bei mehreren Erben besteht eine Erbengemeinschaft, bis die Erbschaft aufgeteilt wird. Bis zur Teilung verwaltet sie die Erbschaft gemeinsam.

Erblasser: Die Bezeichnung für die verstorbene Person, die ein Erbe hinterlässt.

Erbteil: Der gesetzliche Erbteil ist der Teil vom Erbe, der einem Erben gemäss gesetzlichem Erbrecht zusteht.

Erbvertrag: Zwischen zwei oder mehreren Personen. Er kann nicht einseitig aufgehoben oder abgeändert werden und muss zwingend öffentlich beurkundet werden.

Freie Quote: Der Nachlass abzüglich der Summe der Pflichtteile, über den der Erblasser frei verfügen kann (siehe auch Pflichtteil).

Gesetzliche Erben: Die Erben, die laut Gesetz erbberechtigt sind.

Legate oder Vermächtnis: Die Zuwendung einzelner Vermögens- und Sachwerte, mit der zum Beispiel eine gemeinnützige Institution oder ein Freund im Testament begünstigt wird.

Miterben: Die im Testament aufgeführten Erben, die zugleich Mitglieder der Erbengemeinschaft sind.

Nacherbeneinsetzung: Das Erbe geht zunächst an eine bestimmte Person, zum Beispiel den Ehepartner. Nach dessen Ableben geht der Rest an den Nacherben, beispielweise an einen Bekannten.

Nutzniessung: Die Befugnis, eine Sache zu besitzen, gebrauchen und alle daraus hervorgehenden Erträge zu nutzen, ohne Eigentümer der Sache zu sein, und somit ohne das Recht zu haben, die Sache zu Veräussern.

Pflichtteil: Die Bezeichnung des Mindestanteils, auf den Ehepartner, den eingetragenen Partner/die eingetragene Partnerin, Kinder und Eltern, einen gesetzlichen Anspruch haben (siehe auch freie Quote).

Willensvollstrecker: Die vom Erblasser beauftrage Person, die in seinem Auftrag das Nachlassvermögen verwaltet und die Erbteilung durchführt.

Zweckbindung: Die vermachten Mittel dürfen nur für den festgelegten Zweck verwendet werden.